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Kurzbeschreibung:
- Statistikprogrammpaket zur didaktischen Unterstützung der Lehre in Anfängervorlesungen.
- Elementarer Zugang zur Statistik durch Simulationen.
- Was ist Statistik?
- Wichtige Verteilungen
- Konfidenzintervalle
- Visualisierung komplexer Zusammenhänge
Fachgebiete:
- Alle, die Statistik brauchen
Zielgruppen:
- Anfangssemester aller Fachrichtungen
- Statistikanwender ohne Grundlagen
GSTAT ist als Statistikprogrammpaket zur didaktischen Unterstützung der Lehre in Anfängervorlesungen gedacht, also weniger ein Programmpaket zur Auswertung von Daten. Ein Problem für Anfänger ist es, den Zusammenhang zwischen der Empirie (Umgang mit Daten) und der nötigen mathematischen Theorie (Wahrscheinlichkeitstheorie) zu verstehen. Dies herauszuarbeiten ist ein Ziel von GSTAT (z.B. relative Häufigkeiten pendeln sich mit wachsendem Stichprobenumfang auf Wahrscheinlichkeiten, Mittelwerte auf Erwartungswerte ein). Schwierige Zusammenhänge können in Vorlesungen für Studenten mit begrenzten mathematischen Kenntnissen häufig nicht bewiesen werden. Durch graphische Darstellung sollen diese Zusammenhänge visualisiert werden (z.B. zentraler Grenzwertsatz, Gesetz der großen Zahlen). In einer Reihe von Programmen werden zur Illustration von statistischen Sachverhalten Stichproben aus der bekannten Altersverteilung der Bewohner der Bundesrepublik Deutschland gezogen: Berechnung von Mittelwerten und Standardabweichungen, Darstellung von Histogrammen (Zufall), Vergleich mit der wahren Verteilung, Histogramme von Stichprobenmittelwerten bei variablem Stichprobenumfang (Abnahme der Streuung und zentraler Grenzwertsatz), Pfad der Mittelwerte bei wachsendem Stichprobenumfang (Erwartungswert, Schätzer, Konsistenz), Darstellung von Mittelwerten gegen Stichprobenumfang (Abnahme der Streuung umgekehrt proportional zu /n). Münzwurf (Wahrscheinlichkeit). Einlesen von stetigen und diskreten Daten, graphische Darstellung, Berechnung elementarer Kennzahlen. Graphische Darstellungen und Berechnung von Wahrscheinlichkeiten für Normal-, Exponential-, Binomial-, Poisson- und hypergeometrische Verteilung. Simulation, Berechnung und graphische Darstellung von Konfidenzintervallen.
Bemerkungen:
- GSTAT ist ab 01.06.2000 frei erhältlich und kann hier heruntergeladen werden. Die im Startmenü angegebenen Einschränkungen gelten nicht mehr.
GSTAT (gepackt) - GSTAT ist im ganzen deutschsprachigen Raum an verschiedensten Fachbereichen der Universitäten und Fachhochschulen, ferner in Betrieben und Schulen verbreitet.
- Es gibt eine Fortsetzung von GSTAT, nämlich GSTAT2. Das Gesamtpaket GSTAT und GSTAT2 wurde von der Akademischen Software Kooperation, Universität Karlsruhe mit einer Urkunde für anerkennenswerte Leistung und Teilnahme am Deutsch-österreichischen Hochschul-Software-Preis 1992 ausgezeichnet.
- Betriebssysteme: MS-DOS 3.x
- Hardwareumgebung: IBM PC XT, AT; 640 KB; VGA, EGA, CGA, Herkules
- Autor: Prof. Dr. Fred Böker, Institut für Statistik und Ökonometrie, Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen.
Veröffentlichungen:
- Rinne, H.: Rezension im Allg. Statistischen Archiv, Band 75 (1991), Heft 3
- Böker, Fred: On the statistical package GSTAT, in SOFTSTAT'89, Herausg. F. Faulbaum u.a., Gustav Fischer Verlag, Stuttgart (1990), 584-591
- Böker, Fred: Statistik lernen am PC, Programmbeschreibungen, Uebungen und Lernziele zum Statistikprogrammpaket GSTAT, 2., neubearbeitete Auflage, Vandenhöck und Ruprecht, Göttingen (1989)
- Böker, Fred: GSTAT. Ein Statistikprogrammpaket zur didaktischen Unterstützung des Anfängerunterrichts in Statistik, Statinfo, Statistikinformationen der VGSPS, Ausgabe 33 (1989)
- Böker, Fred: On GSTAT and GSTAT2: Statistical Packages for Teaching in First Courses of Statistics, in Computational Statistics, Vol. 3, Hrsg. S. König, PAN, Neuchatel (1992), 24-26.
- Klemisch, I.: GSTAT - Ein preiswertes Statistikprogrammpaket, Rezension in Stochastik in der Schule, Heft 1, 1990.
- Gehring, Uwe W. und Weins, Cornelia: Grundkurs Statistik für Politologen, Westdeutscher Verlag (1998).
Zu GSTAT2.
Anregungen und Bemerkungen bitte an: Fred.Boeker@Wi-Wiss.Uni-Goettingen.de Letzte Änderung 22. Juni 2000 durch Fred Böker